Pferdeosteopathie

Lernen Sie, das Pferd als Ganzes zu begreifen – seine Bewegung, seine Anspannungen, seine stillen Kompensationen. Fundiertes Wissen, intensive Praxis und ein achtsamer Blick auf das Tier bilden die Grundlage für eine verantwortungsvolle osteopathische Arbeit.

Ausbildung im Überblick

Start

18. September 2027 · Wochenendform

Theorie

Live-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer

Praxisstandort

NRW · Niedersachsen

Dauer

10 Monate

Anmeldeformular

Ausbildung

Den Körper verstehen. Ursachen erkennen. Ganzheitlich behandeln.

Osteopathie beruht auf einer einfachen, aber weitreichenden Überzeugung: Struktur und Funktion sind untrennbar miteinander verbunden. Jedes Bewegungsmuster, jede Anspannung, jede Kompensation, die ein Pferd entwickelt, hat einen Grund – ihn zu erkennen, ist der erste Schritt einer wirksamen Behandlung.

In unserer Ausbildung lernen Sie, den Körper des Pferdes als funktionelle Einheit zu verstehen. Bewegungseinschränkungen, Spannungsmuster und funktionelle Dysbalancen werden nicht isoliert betrachtet, sondern in ihren Zusammenhängen beurteilt. Dabei fließen auch Haltung, Exterieur, Gangbild und mögliche Kompensationsmechanismen in die Untersuchung ein.

Fundierte Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Biomechanik und Pathologie bilden die fachliche Grundlage. Darauf aufbauend lernen Sie, das Pferd mit geschulten Händen präzise zu untersuchen, Befunde strukturiert zu erheben und funktionelle Zusammenhänge sicher zu erkennen.

Die vier Säulen der Osteopathie werden dabei nicht als voneinander getrennte Bereiche vermittelt, sondern als sich ergänzende Bestandteile einer ganzheitlichen osteopathischen Betrachtung.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Arbeit am Pferd. Sie lernen, anatomische Strukturen sicher zu ertasten, Untersuchungsergebnisse fachlich zu bewerten und osteopathische Techniken gezielt anzuwenden. Theorie und Praxis werden eng miteinander verbunden, damit aus fundiertem Wissen zunehmend Sicherheit in Untersuchung und Behandlung entsteht.

Ziel der Ausbildung ist es, Befunde sicher zu beurteilen, individuelle Behandlungskonzepte zu entwickeln und therapeutische Entscheidungen fachlich begründet, pferdegerecht und verantwortungsvoll zu treffen.

Therapeutin lehnt sich achtsam über den Rücken eines Pferdes
Gezielte Dehnung der Vordergliedmaße eines Pferdes
Therapeutin ertastet mit beiden Händen den Rücken eines Pferdes

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung vermittelt Ihnen ein fundiertes Verständnis der osteopathischen Prinzipien und ihrer praktischen Anwendung. Dabei lernen Sie, funktionelle Zusammenhänge zu erkennen, Befunde richtig einzuordnen und geeignete Behandlungstechniken gezielt auszuwählen.

Bevor Sie osteopathisch arbeiten, verstehen Sie, worauf die Methode aufbaut – von ihrer Geschichte bis zu den neurophysiologischen Grundlagen, die jede Technik erst erklärbar machen.

  • Geschichte und Prinzipien der Osteopathie
  • Gamma-Schleife und Motoneurone
  • Unterschied zwischen Blockade und osteopathischer Läsion
  • Säulen der Osteopathie

Das Fasziensystem durchzieht den gesamten Körper und überträgt Spannungen oft weit entfernt von ihrem eigentlichen Ursprung – ein zentrales Thema für jede ganzheitliche Untersuchung.

  • Aufbau und Funktion des Fasziensystems
  • große Körperfaszien und Diaphragmen
  • fasziale Untersuchungs- und Behandlungstechniken
  • Narbenbehandlung

Die craniosacrale Arbeit erschließt Ihnen ein feines, oft unterschätztes Bewegungssystem – vom Schädel bis zum Kreuzbein.

  • Anatomie des Schädels und craniosacralen Systems
  • Schädelknochen, Suturen, Schädelnerven, Dura mater und Liquor
  • craniosacrale Läsionen und Läsionsketten
  • Grifftechniken und Behandlungsaufbau
  • Zehn-Schritte-Programm nach Upledger

Auch innere Organe beeinflussen Haltung und Bewegung – wer diese Zusammenhänge erkennt, erweitert seinen Blick über den reinen Bewegungsapparat hinaus.

  • Anatomie und funktionelle Zusammenhänge der Organe
  • Mobilität und Motilität
  • viszerale Untersuchungs- und Behandlungstechniken

Am Ende steht die praktische Umsetzung: die richtige Technik für den richtigen Befund, sicher und gezielt angewendet.

  • Auswahl geeigneter Behandlungstechniken
  • Gelenkstellungen und Behandlungsebenen
  • translatorisches Gleiten
  • Behandlung der Sehnenstrukturen an Vor- und Hinterhand

Ablauf

Die Ausbildung zur Pferdeosteopathin bzw. zum Pferdeosteopathen dauert zehn Monate und findet ausschließlich in Wochenendform statt. Theorie und Praxis bauen aufeinander auf, sodass Sie Ihr Wissen Schritt für Schritt vertiefen und sicher am Pferd anwenden können.

Der theoretische Unterricht findet live und zu festgelegten Zeiten im virtuellen Klassenzimmer statt. Sie nehmen bequem von zu Hause aus teil und lernen gemeinsam mit Ihrer Ausbildungsgruppe in Echtzeit.

Sie können jederzeit Fragen stellen, Inhalte gemeinsam erarbeiten und Fallbeispiele ausführlich besprechen. So entsteht ein persönlicher und strukturierter Unterricht, der Sie gezielt auf die praktische Arbeit am Pferd vorbereitet.

Der Unterricht findet in der Regel von 10:00 bis 16:00 Uhr statt. Ausreichende Pausen sind selbstverständlich eingeplant.

In den Praxisblöcken arbeiten Sie direkt am Pferd und setzen das zuvor erworbene Wissen unter fachlicher Anleitung um.

Sie erlernen die systematische Untersuchung und osteopathische Befundung des Pferdes sowie die sichere Anwendung parietaler, faszialer, viszeraler und kraniosakraler Techniken. Dabei geht es nicht nur um einzelne Handgriffe, sondern vor allem darum, funktionelle Zusammenhänge zu erkennen und das Pferd in seiner Gesamtheit zu betrachten.

Die praktische Ausbildung findet in kleinen Gruppen statt. Dadurch bleibt ausreichend Zeit für intensives Arbeiten am Pferd, individuelles Feedback und die schrittweise Entwicklung von Sicherheit in der Untersuchung und Behandlung.

Im letzten Praxisblock werden die erlernten Untersuchungstechniken und Behandlungsmethoden gemeinsam wiederholt und miteinander verbunden. Dabei findet auch eine kleine praktische Prüfung statt, in der Sie zeigen, was Sie bislang gelernt haben.

Den Abschluss der Ausbildung bilden eine theoretische Prüfung sowie eine praktische Abschlussprüfung am Pferd. Dabei steht im Mittelpunkt, das erworbene Wissen sicher und nachvollziehbar in die Praxis zu übertragen.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie das Zertifikat: Zertifizierte Pferdeosteopathin bzw. zertifizierter Pferdeosteopath.

Nach Abschluss der Pferdeosteopathie können Sie Ihre Ausbildung durch die Fortbildung Hundeosteopathie ergänzen.

Die Fortbildung baut auf Ihren bereits erworbenen osteopathischen Kenntnissen auf und vermittelt Ihnen die anatomischen und funktionellen Besonderheiten des Hundes. So erweitern Sie Ihr Wissen gezielt und lernen, osteopathische Untersuchungs- und Behandlungstechniken sicher auf den Hund zu übertragen.

Termine

Alle Termine im Überblick, Stand aktueller Ausbildungsplan.

Start

18.09.2027

Dauer

10 Monate

Unterricht

Sa/So

Prüfung

01.07.2028

Theorietermine

  • 01 18.–19. Sept. 2027vorbei
  • 02 23.–24. Okt. 2027vorbei
  • 03 13.–14. Nov. 2027vorbei
  • 04 12.–13. Feb. 2028vorbei
  • 05 8. April 2028vorbei

Praxis Pferd

  • 01 4.–5. Dez. 2027vorbei
  • 02 8.–9. Jan. 2028vorbei
  • 03 11.–12. März 2028vorbei
  • 04 6.–7. Mai 2028vorbei
  • 05 3.–4. Juni 2028vorbei

Abschlussprüfung

  • 1. Juli 2028vorbei

Änderungen der Termine vorbehalten. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das F.I.T. – Fachinstitut für Tierheilkunde.

Voraussetzungen

Für den Einstieg in die Ausbildung benötigen Sie grundlegende Kenntnisse in Anatomie, Physiologie und Pathologie. Diese bringen Sie beispielsweise aus einer Ausbildung in der Tierphysiotherapie oder einem vergleichbaren therapeutischen bzw. tiermedizinischen Bereich mit.

Sie kommen aus einem anderen beruflichen Bereich oder verfügen noch nicht über diese Vorkenntnisse? Auch dann ist der Einstieg möglich: Mit unserem Anatomie-Vorbereitungskurs erwerben Sie gezielt die fachlichen Grundlagen, die Sie für die Ausbildung benötigen. So starten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer gemeinsamen fachlichen Basis.

Noch keine anatomischen Vorkenntnisse?

Kein Problem – unser Anatomie-Vorbereitungskurs bereitet Sie gezielt auf den Einstieg in die Ausbildung vor.

Kosten

Pferdeosteopathie

4.290 €

Einmalzahlung

11 × 405 €

Ratenzahlung

Zusätzliche Gebühren

Einmalige Einschreibegebühr: 200 € · Prüfungsgebühr: 250 €. Diese Gebühren sind in den oben genannten Studienkosten nicht enthalten.

Anmeldeformular

Mit dem Absenden des unterschriebenen Anmeldeformulars melden Sie sich verbindlich an. Es gelten die Allgemeinen Ausbildungs- und Teilnahmebedingungen; über Ihr Widerrufsrecht informiert die Widerrufsbelehrung.

Häufige Fragen

Gut informiert entscheiden

Die Lehrgänge sind mit monatlichen Wochenendterminen konzipiert. Die Tierphysiotherapie wird zusätzlich als Abendform mit wöchentlichen Mittwochabenden und Praxisblöcken am Wochenende angeboten.

In der Wochenendform findet der Unterricht an einem Wochenende pro Monat statt. In der Abendform wird die Theorie an Mittwochabenden vermittelt, die praktischen Einheiten liegen weiterhin an Wochenenden.

Nein. Die Theorie wird bequem von zuhause im virtuellen Klassenzimmer vermittelt. Der praktische Teil findet in kleinen Gruppen an ausgewählten Praxisstandorten statt.

Medizinische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Vorausgesetzt werden ein Mindestalter von 18 Jahren, Freude an der Arbeit mit Hunden und Pferden sowie die Bereitschaft zum eigenverantwortlichen Lernen. Die Ausbildung eignet sich ausdrücklich auch für Quereinsteiger.

Erforderlich ist entweder eine abgeschlossene Ausbildung als zertifizierte Tierphysiotherapeutin beziehungsweise zertifizierter Tierphysiotherapeut oder ein fundierter Nachweis anatomischer Kenntnisse im Bereich Hund und Pferd. Fehlen diese Grundlagen, kann zuvor der Anatomie-Vorbereitungskurs absolviert werden. Die Fortbildung Hundeosteopathie setzt die abgeschlossene Pferdeosteopathie voraus.

Für alle Ausbildungen wird neben der Einmalzahlung eine Ratenzahlung angeboten. Die konkreten Beträge sind in der Preisübersicht transparent aufgeführt.

Zu den Studienkosten kommen eine einmalige Einschreibegebühr von 200 € sowie eine Prüfungsgebühr von 250 €.

Hauptstandort ist Langenfeld in Nordrhein-Westfalen. Weitere Standorte sind Hohenhameln in Niedersachsen und Trebur in Hessen; die Tierphysiotherapie wird zusätzlich in Luxemburg angeboten. Regionalstandorte werden durchgeführt, sobald dort mindestens fünf Teilnehmer angemeldet sind – andernfalls kann nach Langenfeld verlegt werden.

Wer zwei Ausbildungen miteinander kombiniert oder direkt eine weitere Ausbildung mitbucht, erhält einen individuellen Vorteil. Wir erstellen Ihnen dazu gerne ein persönliches Angebot.

Ihre Frage ist nicht dabei?